Archive for August 2009

Schiffshebewerk begeistert tausende Besucher

2009/08/23

Niederfinow (MOZ) Während für die Berufsschiffer die Passage in Niederfinow Alltag ist, übt das Hebewerk auch 75 Jahre nach seiner Inbetriebnahme auf Touristen noch immer einen besonderen Reiz aus. Heute vielleicht sogar mehr denn je. Denn: Unmittelbar neben dem stählernen Koloss entsteht gerade ein neuer, noch größerer Fahrstuhl.

Donnerstagnachmittag am Schiffshebewerk: Der Saugbagger schwimmt ruhig in der Baugrube. Unermüdlich pumpt er den „Pool“ für den neuen Riesen aus. Etwas oberhalb, direkt neben der alten Kanalbrücke, herrscht weit mehr Bewegung. Schwere Technik ist im Einsatz, modelliert das Gelände für das Landwiderlager der neuen Kanalbrücke. Und wie immer seit Baubeginn haben die Arbeiter viele Zuschauer.

„Wahnsinn“, sagt Lutz Noack (44) aus Lübbenau, auf der Besucherplattform stehend. „Im vorigen Jahr war ich mit meinem Sohn hier, und jetzt wollte ich es einfach meiner Frau zeigen.“ Das Ehepaar hat einen der letzten Urlaubstage für den Ausflug nach Niederfinow genutzt – per Motorrad. „Und es hat sich schon wieder so viel verändert“, meint der Biker, der früher im Bergbau gearbeitet hat, mit Blick auf die Baustelle für das neue, moderne Schiffshebewerk. Wobei sich der Brandenburger mindestens ebenso für die alte Technik begeistert. „Was die Ingenieure, Maschinenbauer und Handwerker früher geleistet haben, das ist schon erstaunlich.“

Willi (4) und Justin (6) konzentrieren sich hingegen ganz auf die Trogfahrt. Fasziniert verfolgen die Zwei von der Plattform, „wie die Schiffe hochfahren“. Susann Herzberg (36) aus Oderaue hatte das Hebewerk als Ausflugsziel für ihre Bekannten ausgewählt und hat damit offensichtlich genau den Geschmack getroffen. „Uns interessiert am meisten die Technik“, erklären die Männer in der Gruppe.

Von der sind auch vier Skatbrüder aus Bayreuth fasziniert. „Vor allem kann man noch richtig gut nachvollziehen, wie diese Technik funktioniert“, sagt Alfons Mayer (58). Das Quartett ist auf der Durchreise nach Stettin. „Wir machen jedes Jahr so eine Tour. Und vorher informieren wir uns natürlich im Internet über Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen und einen Abstecher wert sind“, ergänzt Robert Munz (65). Das Hebewerk sei wirklich einmalig, findet der Diplom-Ingenieur. „Einfach beeindruckend, was vor 80 Jahren hier geleistet wurde.“ Ins Schwärmen geraten ebenso Christoph Füllbier aus Cottbus sowie Veronika und Hartmut Rost aus Königs Wusterhausen (alle 59). Das Trio ist per Rad unterwegs. „In Eberswalde sind wir gestartet, von hier geht es dann in Richtung Oder weiter“, erzählt Veronika Rost, die mit ihren Mitstreitern gerade ein Pause am Kiosk eingelegt hat. „Schon die Fahrt hierher, am Finowkanal entlang, ist traumhaft. Durch eine wunderschöne Landschaft. Und wenn man dann das Hebewerk erblickt “ Christoph Füllbier, erstmals in Niederfinow, ergänzt: „Super. Allein die Dimension ist beeindruckend.“

Kerstin und Mario Geltinus sowie Claudia und Ronald Walkowski aus Berlin waren schon mehrfach am Hebewerk. „Aber heute sind wird das erste Mal mit einem Fahrgastschiff durchgefahren“, erzählen die beiden Ehepaare im Ausstellungspavillon. „Und das lohnt sich. Das ist einfach noch mal eine ganz andere Perspektive“, sind sich die Vier einig. „Und mit wunderschönen Motiven zum Fotografieren.“ Zudem habe man jetzt erfahren, dass ein zweites Hebewerk gebaut wird. „Da müssen wir wiederkommen, spätestens wenn der Neubau fertig ist.“

Hebewerksleiter Jörg Schumacher bestätigt den Eindruck: „Jetzt in den Ferien kommen in der Tat viele Touristen.“ Allein seit der Eröffnung des Info-Zentrums im Mai habe man 40 000 Gäste gezählt. „Im Juli waren es 16 000. Und jetzt im August stehen wir bei etwa 13 000.“ Und dies seien nur die zahlenden Besucher, jene, die auf die Plattform steigen.

Dietmar Krause, Kioskbetreiber vor Ort, erklärt: „Ja, das Geschäft läuft.“ Vor allem der Radtourismus habe zugenommen. Allerdings glaubt Krause, dass der Besucheranstieg eher auf das Wetter zurückzuführen ist. „Der richtige Boom wird ab 2010 einsetzen, wenn sich das neue Hebewerk aus der Baugrube erhebt.“ Über mehr Gäste freuen sich auch Manfred Schröder, der gleich vier gastronomische Betriebe am Standort hat und in dessen Hotel hin und wieder Vertreter von Subunternehmen Logis nehmen, sowie Helmut Kluge vom Schiffer-Eiscafé, der zugleich Führungen am Hebewerk anbietet. Frank Neumann, Inhaber der Fahrgastschifffahrt, spricht von einem „relativ konstanten Niveau“. Was aber in Krisenzeiten auch schon ein Erfolg sei, so der Reeder. Neumann ist mit drei Schiffen im Hebewerk unterwegs. „Im Laufe von 18 Jahren haben wir uns eine Stammkundschaft aufgebaut.“ Davon würde er jetzt profitieren. „Das Hebewerk ist mein Hauptgeschäft.“

Viola Petersson

MOZ/Sonntag, 23. August 2009 (08:52)

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Christen auf der LAGA – Gott kennen lernen und das Leben blüht auf.

2009/08/19
Mit der Gründung des Vereins „Christen auf der Laga 2009 e.V.“ bieten Christen aus verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinschaften des Landkreises Oberhavel einen christlichen Beitrag zur Landesgartenschau an:  
Das Kirchenschiff CAROLA "auf Zeit" aus Zehdenick
Das Kirchenschiff „auf Zeit“ aus Zehdenick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jede Woche hat eine andere Gruppe "das Sagen" - zur Zeit die ev. Gemeinde aus Sommerfeld.

Jede Woche hat eine andere Gruppe "das Sagen" - zur Zeit die ev. Gemeinde aus Sommerfeld.

 

 

 

 

Eine freundliche Einladung ...

Eine freundliche Einladung ...

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schiffsinnere.

Das Schiffsinnere - genügend Platz für Veranstaltungen.

... gut sichtbar angebracht.

... gut sichtbar angebracht.

Under dem Orangeboom.

Onder den Oranje boom an Bord.

Nach einem anstrengendem Besuch auf der LAGA kann man sich an Bord entspannen (und verwöhnen lassen)!

Nach einem anstrengendem Besuch auf der LAGA kann man sich an Bord entspannen (und verwöhnen lassen)!

Tschüss CAROLA

Tschüss CAROLA

... und im Schlßhafen liegt die Staatsyacht.

... und im Schloßhafen liegt die Staatsyacht.

Übrigens: Am 04. 10. findet ein Gottesdienst zum Erntedanktag statt.