Archive for November 2009

Tödliche Kollision auf dem Rhein-Herne-Kanal

2009/11/26

(26.11.09) Im Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen ist am Abend des 25.11. der Rudergänger des holländischen Binnentankers „Vestland“, 1415 ts (ENI-Nr.: 02314410), ums Leben gekommen, der Kapitän wurde schwer verletzt. Das 89,95 Meter lange und 9,5 Meter breite Schiff war aus bisher noch ungeklärter Ursache mit seinem Ruderhaus gegen die Unterkante einer Brücke gestoßen. Durch den heftigen Zusammenprall riss das Ruderhaus komplett vom Schiff ab und stürzte in den Kanal. Der Rudergänger wurde dabei unter Wasser gezogen und ertrank. Der Kapitän wurde mit schweren Verletzungen in ein nahes Krankenhaus gebracht. Der Rhein-Herne-Kanal wurde wegen der Bergungsarbeiten zeitweilig gesperrt.

Die „Vestland“ entstand 1057 als „Harpen 105“ auf der Gutehoffnungshütte in Walsum für die Ruhrorter Harpen Bergbau AG. Seit 1976 wurde sie von der VT Chemicals BV in Rotterdam bereedert. 1976 wurde sie zur „Helena Edith“ der Helena Rederij BV in Alblasserdam und als solche zu, Tanker umgebaut.

Quelle: Tim Schwabedissen

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Hafenkapelle eingeweiht

2009/11/18

Zur Erinnerung: Um 1900 lebten und arbeiteten in Berlin und Brandenburg jährlich über 1000 Schiffer mit ihren Familien auf dem Wasser. Eine offizielle kirchliche Betreuung war für die große Gruppe von Menschen einfach nicht vorgesehen.

Die ersten Besuchsdienste an Bord bot ab 1877 der aus Antwerpen stammende Stadtmissionar Voskamp an der Möckernbrücke an. Schon ein paar Jahre später wirkte auch ein weiterer Missionar am Wassertorbecken. Ergänzt wurde in den Folgejahren das Angebot durch die Mitarbeit örtlicher Gemeindepfarrer.

Aus diesen Anfängen gründete sich am 25. Juni 1900 die Vereinigung zur kirchlichen Fürsorge für Fluß- und Kanalschiffer e.V.. Diese Vereinigung ist damit der erste seiner Art in Deutschland.

Im Januar 1902 nahm der erste Schiffermissionar, ein ehemaliger Steuermann, seine Arbeit auf; er fuhr von Schiff zu Schiff. Im Dezember 1902 wurde der erste Schifferpfarrer benannt: Pastor Wilhelm Krause.

Wie überall in unserer Kirche haben sich „heute“ die finanziellen Ressourcen auch bei uns verändert. So war es geboten, den Mietvertrag kritisch zu überdenken. Mit unserem Vermieter, der BEHALA – Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH wurde eine neue Lösung gefunden; ein neuer Mietvertrag vereinbart. Wir haben unser „Stammhaus“ verlassen und sind am 14. November umgezogen – in unsere neue Hafenkapelle.

Unter den Gästen – übrigens generationsübergreifend vertreten – waren u. a. Herr Stäblein, der Geschäftsführer der BEHALA, und ein Vertreter der Berliner Wasserschutzpolizei.

In der Predigt sprach Herr Pfr. Fedor Pfistner neben geschichtlichen Details über zukunftsorientierte Möglichkeiten für die Umsetzung des Ziels: „Gottes Wort an die Menschen auf den Berlin – Brandenburgischen Gewässern in den Bereichen Berufs -und Sportschifffahrt nahe bringen“.

An der Orgel spielte Herr Blaschke, Organist an der Ostergemeinde, mit viel Engagement.

Anschliessend gab es Gelegenheit zu Gesprächen beim Empfang mit Sekt und  Kaffee und Kuchen, Gelegenheiten zur Besichtigung. Unsere neuen Räume auf dem Gelände des Westhafens sind nun bezogen. Wir werden auch im 110. Jahr unseres Bestehens die Kräfte bündeln.

Wir sind zu erreichen:

Hafenkapelle Westhafen, im Zwischenbau Halle 1 und Getreidespeicher (über U 9- und S- Ringbahnhof Westhafen); Anschrift: Westhafenstrasse 1, 13353 Berlin

Tel.: 030/398 79 119, 0179/515 75 76

Im Internet: HsSchiffB@aol.com, https://schifferkirche.wordpress.com

Die EU-Kommission organisiert am 16. und 17. November eine Anhörung zu den „Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Binnenschifffahrtssektor“.

2009/11/02

Das Programm für eine Anhörung des Gewerbes, sowie der Mitgliedstaaten hinsichtlich der  Bekämpfung der drastischen Folgen der Wirtschaftskrise für die Binnenschifffahrt wurde kürzlich während eines Treffens einer Delegation der Europäischen Binnenschifffahrts Union (EBU) mit Matthias Ruete, Generaldirektor für Verkehr der Europäischen Kommission, beschlossen. Danach sollen insbesondere die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, die von ihnen bereits ergriffenen beziehungsweise zu ergreifenden Maßnahmen darzustellen, teilt der Verband mit. Mit der Europäischen Investitionsbank solle geprüft werden, inwiefern mit deren Unterstützung den in Zahlungs- oder Finanzierungsschwierigkeiten geratenen Unternehmen Finanzierungsmöglichkeiten geboten werden können.

In der EBU sind die nationalen Verbände der Binnenschifffahrt aus acht europäischen Binnenschifffahrtsstaaten vertreten. Der Verband vertritt die Interessen des Binnenschifffahrtsgewerbes auf gesamteuropäischer Ebene. Nach eigener Aussage setz er sich insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt gegenüber anderen Verkehrsträgern, angemessene sozialwirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Instandhaltung und Verbesserung der Infrastruktur ein. (sm)

 

23.10.2009 | DVZ

Ny

Güterverkehr in der Binnenschifffahrt um 20 Prozent zurückgegangen

2009/11/02
Im ersten Halbjahr 2009 hat nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) die Güterbeförderung in der
Binnenschifffahrt gegenüber dem 1. Halbjahr 2008 um 20,3 Prozent oder 25,5 Millionen Tonnen abgenommen. Fast genau so schlecht entwickelte sich der Containerverkehr mit einem Minus von 19,9 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 99,6 Millionen Tonnen Güter auf deutschen Binnenwasserstraßen befördert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 125,1 Millionen Tonnen gewesen.
Mit einem Rückgang um 8,2 Prozent hat sich der Durchgangsverkehr noch am besten gehalten. Es folgen der innerdeutsche Verkehr (- 17,3 %) und der Versand ins Ausland (- 18,5 %). Am stärksten abgenommen hat mit einem Rückgang um über ein Viertel (- 25,5%) der grenzüberschreitende Empfang, der mit 40,1 Millionen Tonnen aber weiterhin der bedeutendste Zweig der Binnenschifffahrt blieb.

Differenziert nach den beförderten Gütern wiesen im ersten Halbjahr 2009 nur landwirtschaftliche Erzeugnisse (+ 11,6 %) und Mineralölerzeugnisse (+ 3,8 %) Zuwächse auf. Bei allen anderen Güterabteilungen waren Abnahmen zu verzeichnen, die von einem Minus von 12 Prozent bei anderen Nahrungs- und Futtermitteln bis zu einem Rückgang von 42,7 % bei Erzen und Metallabfällen reichten. (ampnet/jri)

Motor-Zeitung/19. Okt. 2009
Ny