Archive for Dezember 2009

Brücke riss Ruderhaus ab

2009/12/29

(28.12.09) Am 27.12. gegen 7:30 Uhr bemerkte der Kapitän eines auf dem Dortmund-Ems-Kanal fahrenden belgischen Motorschiffes zu spät, dass sein Fahrzeug zu hoch aufragte, um unter der Eppingbrücke bei Kilometer 114,44 hindurchzukommen. Bei der anschließenden Kollision mit der Brücke riss das Ruderhaus komplett ab und fiel ins Wasser. Es entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro am Schiff, die Brücke blieb unbeschädigt. Verletzte gab es nicht. Der Kanal war für die Dauer der Bergungsarbeiten von acht bis 11 Uhr zwischen Rodde und Altenrheine gesperrt. Zwei Fahrzeuge mussten dadurch eine Zwangspause einlegen. Quelle: Tim Schwabedissen

Besuch vom Nikolaus

2009/12/24

Am Tag des Heiligen Nikolaus wurde durch die Schifferkirche eine Besuchsfahrt mit der WICHERN ARCHENOVA gemacht.

Hier Bilder dazu.

Na, noch recht zögerlich ...
Na, zuerst ist der Polizeihauptkommissar doch recht zögerlich …

 Es wurde 21 Besuche gemacht bei fahrenden Schiffern, Schleusenpersonal und Behörden, so auch bei den Kollegen der Wasserschutzpolizei.

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… aber dann drückt Andreas Heuer dem Nikolaus doch fröhlich die Hand.

Gesegnete Weihnachten für die Leser/innen dieser Seite.

Es grüsst aus der Schifferkapelle, auch für den Vorstand, Ihr Pfr. F. Pfistner

Kran stürzte auf Binnenschiff

2009/12/16

(15.12.09) Am 14.12. ist um kurz nach neun Uhr in Besch ein 15 Meter hoher Kran auf ein Schiff gestürzt, auf dem gerade Leute arbeiteten. Das 135 Meter lange, belgische Binnenschiff hatte am Moselumschlagplatz festgemacht und wurde mit einem Bagger entladen. Genau gegenüber der Anlegestelle stand der alte Kran. Plötzlich geriet dieser in Bewegung, knickte um und fiel auf die Laderaumluken des Schiffs. Es wurden keine Personen verletzt. Der alte Kran stand seit mittlerweile 30 Jahren an der Mosel. Er ist 15 Meter hoch und hat einen 30 Meter langen Ausleger. Seit fünf Jahren ist er nicht mehr in Betrieb. Eine Spezialfirma machte sich mittlerweile daran, den Kran aus der Mosel zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Dalben

2009/12/08

 (8.12.09) Zu einem Schiffsunfall mit einem Sachschaden in Höhe von rund 150.000 Euro kam es am Abend des 6.12. im Oberwasser der Schleuse Iffezheim. Möglicherweise auf Grund eines technischen Defektes kollidierte ein zu Berg fahrendes, gerade geschleustes Binnentankschiff, das mit 2.000 Tonnen Heizöl beladen war, mit einem Dalben. An dem Schiff entstand am Backbordbug ein etwa 30 mal 40 Zentimeter großes Loch. Da die Beschädigung etwa einen Meter über der Wasserlinie lag, kam es zu keinem Wassereinbruch. Dennoch musste die Schleuse zur Unfallaufnahme vorübergehend gesperrt werden. Dem Schiffsführer wurde bis zur technischen Prüfung der Ruderanlage des Schiffes ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Eine am 7.12. bei Tageslicht durchgeführte Überprüfung der Unfallstelle ergab, dass durch die Kollision insgesamt zwei Dalben und die gesamte Steganlage beschädigt worden waren. Quelle: Tim Schwabedissen

Sichere Lenkung des Schiffsverkehrs

2009/12/05

Bundesverkehrsministerium startet Förderprogramm zur verbesserten Navigation

Mit dem jetzt gestarteten Förderprogramm soll die Binnenschifffahrt modernisiert und die Ausstattung der Wasserfahrzeuge mit automatischen Identifikationssystemen (AIS: Automatic Identification System) finanziell unterstützt werden. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums können im Rahmen des Programms eine Zuwendung von maximal 2.100 Euro für den Erwerb und die Installation von Inland AIS Geräten pro Binnenschiff erhalten.

AIS ist ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Daten die Sicherheit und die Lenkung des Schiffsverkehrs verbessern soll. Seit Mitte 2008 sind alle Berufsschiffe über 300 BRZ (Bruttoregistertonnen) in internationaler Fahrt bzw. über 500 BRZ in nationaler Fahrt verpflichtet, eine AIS-Anlage zu betreiben. Auch Schiffe, die länger als 20 m sind oder mehr als 50 Passagiere an Bord haben, müssen damit ausgerüstet sein.

Durch die AIS-Technik sollen Begegnungen und Überholungen besser und frühzeitiger koordiniert und die vorhandene Wasserstraßeninfrastruktur effizienter genutzt werden können. Das System übermittelt den Schiffsführern schnellere und genauere Informationen über die anderen Schiffe in ihrer Umgebung als Radar, da es ein aktives System ist. Darüber hinaus kann dadurch der Schleusenablauf besonders an Eingangsschleusen optimiert, Kollisionsgefahren verringert oder Havarien zügiger abgewickelt werden.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen den beiden größten Binnenschifffahrtsnationen Deutschland und den Niederlanden. Ziel ist es, ab 2013 eine Ausrüstungs- und Benutzungspflicht von Inland AIS auf deutschen und internationalen Binnenschifffahrtsstraßen verbindlich einzuführen. Die Förderung von Inland ECDIS Geräten, mit denen die Verkehrslage auf elektronischen Karten dargestellt werden kann, ist nicht enthalten. Förderanträge können bis spätestens 1. November 2010 bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West in Münster eingereicht werden.

Für die Fördermaßnahme stehen in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt bis zu 5,88 Millionen Euro aus EU-Mitteln, TEN-T (Trans europäisches Netzwerk für Transport) und aus dem Konjunkturpaket II (KP II) zur Verfügung.

Quelle: Michaela Lorch, Siemensstr. 28, 73733 Esslingen **http://www.binnenschiffahrtswelt.de

Binnenschiff auf Rhein gestrandet

2009/12/02

(1.12.09) Das holländische Binnencontainerschiff „St. Antonius“, 2495 ts (EU-Nr.: 02323909) lief am 30.11. auf einem Felsen in Winzer. Nach der Bergung wurde es vom deutschen Binnenschiff „Maintrans 2“, 1138 ts (EU-No.: 4403140), längsseits genommen und nach Deggendorf gebracht. Die Wasserschutzpolizei Deggendorf prüfte, ob das Schiff durch die Havarie Wassereinbruch hatte und ob durch das Herunterziehen vom Felsen die Ruder- oder die Motorenanlage beschädigt wurden. Nach eingehender Untersuchung erhielt die „St. Antonius“ eine Fahrterlaubnis für die Talfahrt. Aber weil sie zum Zeitpunkt der Havarie keine funktionierenden Funkgeräte hatte, wurde vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg vor der Ausreise nach Österreich eine Untersuchung der Schifffunks durch eine Fachfirma angeordnet. Die „St. Antonius“ wurde 1999 bei den Daewoo Heavy Industries in Mangalia erbaut und nach der Fertigstellung des Kasko in Dordrecht von der Vof. St. Antonius in Zwijndrecht übernommen. Das Schiff ist 110 Meter lang und 11,45 Meter breit bei 3,09 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen