110 Jahre Ev. Binnenschiffergemeinde Berlin und Brandenburg, Verein zur kirchlichen Fürsorge für die Fluß- und Kanalschiffer e.V. Berlin

110 Jahre nun schon genug Anlass für einen Festgottesdienst.

Er wurde am Tag der Deutschen Einheit in der altehrwürdigen Fischerkapelle in Berlin-Stralau begangen. Herr Pf. Fedor Pfistner predigte über den Eintrag von Kaiserin Auguste Victoria in unserer Heiligen Schrift „Sei getreu bis in den Tod“ (Off. 2,10). Die  TREUE am Wort Gottes hat dem Verein in 110 Jahren seine spezielle Prägung gegeben. 

Es war eine Freude, in dieser Kirche zu Gast sein zu können.

Unser langjähriger Vorsitzender Herr Dr. Karl-Heinz Wattenberg wurde mit dem Titel Ehrenvorsitzender geehrt.

Und danach ging's auf die nur fünf Jahre jüngere EINTRACHT für eine gemütliche Fahrt nach Köpenick.

... heute mal nicht am Steuer des ANDREAS, Herr Helm.

 

Die rührige Festtagsvorbereiterin: Frau Gisela Helm.

Hier einige markante Daten aus der Geschichte unseres Vereines:

25.06.1900: Die »Vereinigung zur kirchlichen Fürsorge für die Fluß- und Kanalschiffer« wird gegründet. In Berlin wurden 16 Flußschifferstationen gebildet.

Januar 1902: Der erste Schiffermissionar, ein ehemaliger Steuermann, nimmt seine Arbeit auf; er fuhr von Schiff zu Schiff.

Dezember 1902: Der erste Schifferpfarrer wird benannt: Pastor Wilhelm Krause.

25.8. 1903: Bericht von einer ersten Ortskirche der Schiffer.

13. 11 1904: Eine kaiserliche Förderung sorgt dafür, dass die Schiffergemeinde nicht länger leer ausging – ein Kirchenschiff wird eingeweiht.

14. 11.1904: Kreuz-Zeitung berichtet: „Schwimmendes Schifferheim in Berlin“ Bericht über die Einweihung eines Kirchenschiffes in Gegenwart der Kaiserin Auguste Victoria und des Prinzen Eitel-Friedrich.

Eine Bibel mit eigenhändiger Widmung der Kaiserin, die die Gemeinde anläßlich der Festlichkeit erhielt, befindet sich im Besitz die Schiffer und Hafenkirche am Westhafen. 

1918: Pastor Friedrich Lindenmeyer ist Schifferpastor.

Das Modell unser guten alten WICHERN ARCHE NOVA. Das Kreuz weist uns noch heute den Weg.

12.01.1924: Wiedereinweihung nach Reparaturarbeiten,

1929: Schiff liegt im Westhafen,

1936: Reparaturersuchen P. Lindemeyers an Goebbels („Anlaß“ die Olympiade); P. Lindemeyer setzt sich in “Gute Fahrt” kritisch mit der NS-Politik auseinander. Das Schiff wird den Christen der Bekennenden Kirche  teils spontan zur Verfügung gestellt.

1936: gründliche Reparaturarbeiten,

1943: Werft in Tegel,

1944: Das Schiff wird abgewrackt.

 14. April 1999: Jungfernfahrt der neuen WICHERN ARCHENOVA, eines von deutschlandweit sechs Kirchenschiffen. Das Schiff ist 7,50 Meter lang und hat einen 208-PS-Motor. Die Kosten wurden über Spenden finanziert.

Arno Templiner hatte das in Köpenick erbaute Schiff an der Ostsee ausgemacht und den Kauf angeregt.

Ein Kirchenschiff ist ein Gotteshaus auf dem Wasser, das vornehmlich zur Seelsorge der Menschen, die auf den Binnenschiffen leben und arbeiten, dient. Diese können sich meist nicht an den festen Terminen einer Ortsgemeinde orientieren. Die Angebote der Binnenschifferseelsorge berücksichtigen die besonderen Arbeitsbedingungen in der Binnenschifffahrt. Deutschlandweit gibt es sechs Kirchenschiffe.

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