Erstmals Tank der „Waldhof“ ausgepumpt – Leichtern wird am 7.2. fortgesetzt

(6.2.11) Das Bergungsteam am gekenterten Tanker „Waldhof“ begann am Nachmittag des 3.2., die hochkonzentrierte Schwefelsäure aus Tank 7 des Havaristen in einen Edelstahltank des Mannheimer Binnentankers „Erlenhof“, 2506 ts (EU-Nr.: 2327058), umzupumpen. Der Tanker war gegen acht Uhr am Wrack eingetroffen. Bevor das Abpumpen beginnen konnte, musste zunächst von Fachleuten eine Probe der Flüssigkeit entnommen und analysiert werden. Ursprünglich war angedacht, mit den Pumparbeiten bereits am Vormittag gegen 10.30 Uhr zu beginnen. Doch erst um 16.35 Uhr konnte der Pumpvorgang gestartet werden. Kurz nach 21 Uhr legte die „Erlenhof“ wieder ab. Tank 7 war zuvor vollständig geleert worden. Anschließend machte sie sich auf den Weg zur BASF nach Ludwigshafen, um dort die Säure zu löschen. Nach einem Zwischenstopp zum Leichtern im Maingebiet am 6.2. sollte es voraussichtlich am Morgen des 7.2. wieder an der „Waldhof“ eintreffen. In der Zwischenzeit sollten die Flüssigkeiten aus den Tanks 5 und 6 in den nun leeren Tank 7 gepumpt und dort homogenisiert werden. Die Berger hatten entschieden, diesen Tank als Art Mischbehälter zu verwenden, da er oberhalb des Wasserspiegels liegt und somit für die Arbeiten am einfachsten zu erreichen ist. Hier sollten dann alle weiteren notwendigen Homogenisierungsprozesse erfolgen. Am 6.2. begann das Bergungsteam damit, nach und nach die mit Wasser vermischte Schwefelsäure in Tank 7 umzupumpen. In diesem wird die Flüssigkeit so gemischt, dass sie für einen Abtransport geeignet ist, wofür der Konzentrationsgehalt der Schwefelsäure entweder über 90 oder unter 65 Prozent liegen muss. Die niedriger konzentrierte Säure kann dann auch in gummierte Tanks gefüllt werden. Seit Freigabe der Talfahrt passierten inzwischen 180 Schiffe die Unfallstelle an der Loreley. Erstmals konnte auch ein Schubverband, die „Dynamica“, am 5.2. gegen 16.20 Uhr kontrolliert an der „Waldhof“ vorbeigeführt werden. Die Schiffsansammlung in Mannheim hat sich inzwischen soweit aufgelöst, dass Schiffe aus dem Bereich oberhalb von Rhein-Kilometer 415 in den Raum Mannheim/Ludwigshafen nachrücken konnten. Deshalb wird die Sperre von Rhein-Kilometer 415 nach Rhein-Kilometer 432 verschoben.

Quelle: Tim Schwabedissen

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