Archive for August 2011

Der Pritzerber Reeder Axel Otto ist vom wahren Alter seiner Neuerwerbung überrascht

2011/08/31
 PRITZERBE -Axel Otto ist baff. „Ich hätte auf einen Stapellauf in den zwanziger Jahren getippt“, sagt der Pritzerber Reeder bei der Vorstellung seines Schiffes. Vor ein paar Wochen hatte er das betagte, aber gut in Schuss befindliche Wasserfahrzeug für seine Ausflugsflotte erworben. Über dessen Geschichte wusste der bisherige Eigner nichts. Das stachelte den Ehrgeiz von Ortschronist Jürgen Patzlaff an. Der Kapitän der Binnenschifffahrt holte den Zollstock raus, verglich historische Fotos und recherchierte in Schiffsregistern. Was er entdeckte, ist eine kleine Sensation. Ottos Neuerwerbung wurde bereits 1898 gebaut. Und zwar im sächsischen Übigau an der Elbe.

Ottos drittes Schiff neben dem Kaffenkahn-Nachbau „Friederike“ und dem umgebauten Wasserstraßenamt-Boot „Old Diez“ dürfte zu den ältesten noch in Dienst stehenden Fahrgastschiffen in Deutschland gehören. Bis zu zwölf Personen kann das kürzlich auf den Namen „Pritzerbe“ getaufte Schiff aufnehmen. An Bord gibt es eine kleine Küche und eine Toilette. „Außerdem ist Platz für Fahrräder. Das wird immer wichtiger“, weiß Reeder Otto, der vor allem für seine Fahrten auf der Unteren Havel bekannt ist. Die „Pritzerbe“ ist 16 Meter lang und drei Meter breit. Angetrieben wird das blau-weiße Schiff von einem 90 PS starken Dieselmotor.

Das war nicht immer so. Pritzerbes Ortschronist hat noch mehr herausgefunden. Ursprünglicher Antrieb war eine 40-PS-Dampfmaschine. Gebaut als Inspektionsfahrzeug mit dem Namen „Woglinde“ diente es der Deutschen Elbschifffahrts-Gesellschaft Dresden (Kette) viele Jahre als Inspektionsschiff. Nach dem Krieg war das Schiff als „Ruppin“ im Fahrgastbetrieb unterwegs. 1957 verliert sich die Spur. Damals vergab die DDR neue Registriernummern. „Es ist rätselhaft. Die ’Ruppin’ taucht nirgendwo mehr auf. Möglicherweise wurde sie außer Dienst gestellt – oder war im Westen“, mutmaßt Patzlaff.

2007 ist das Geisterschiff plötzlich wieder da. Eigner Günter Schulze aus Schopsdorf ließ das Fahrzeug als Sportboot registrieren. Schließlich erwarb Reeder Axel Otto 2011 das Schiff und gab ihm einen neuen Namen. Schiffsrumpf und viele Aufbauten sind noch original von 1898 erhalten. Das Besondere: Die Steuerung erfolgt nicht über eine Welle, sondern mittels beidseitigem Kettenzug. Auf die Herkunft der „Pritzerbe“ kam Ortschronist Patzlaff durch ein Schwesterschiff namens „Trotha“, das als Schlepper diente und 1988 abgewrackt wurde. (Von Frank Bürstenbinder)

Quelle: MAZ/17.08.11

Schiffergottesdienst im Historischen Hafen Berlin

2011/08/14

Am 8. Sonntag nach Trinitatis feierten wir einen schönen Sommergottesdienst im Historischen Hafen.

Im Folgenden einige Bildeindrücke:

Wir versammelten uns vor dem eindrucksvollen maritimen Antependium.

Unser Schifferpfarrer predigte über den 104. Psalm und steckte die Schiffergemeinde mit seiner Begeisterung an.

„… Wie ein Kleid bedeckte die Urflut ihre Kontinente … Du hast dem Wasser eine Grenze gesetzt … Du lässt Quellen sprudeln … Oh Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! … Da ist das Meer – so unendlich groß und weit, unzählbar sind die Tiere darin, große und kleine. Schiffe ziehen dort vorüberund auch die Seeungeheuer, die du geschaffen hast, um damit zu spielen  …   Ich will den Herrn von ganzem Herzen preisen. Halleluja“, heißt es im Psalm 104. Und die Schiffergemeinde dankte dreimal für die große Güte des Herrn.

Zwei fleissigen Helfern bei der Überholung der WICHERN ARCHENOVA wird ausdrücklich gedankt.

  

Und dann an der Cafétafel im Freien ...

 
 

... war Zeit zum plachandeln.

Der aufkommende Regen ...... ließ uns dann unter Deck ziehen.

 
Wir danken und kommen gerne wieder.

Ny