Archive for Dezember 2011

Aktuelles aus dem Ticker

2011/12/16

Binnenschiff blieb unter Brücke stecken (16.12.11) Auf der Leie zwischen Wevelgem und Lauwe blieb am Abend des 15.12. ein Binnenschiff unter einer Brücke stecken. Es war bereits halb unter dem Bauwerk hindurch, als es nicht mehr weiter ging. Es hatte vier Container an Deck und war unterwegs von Ghent nach Frankreich. Die Feuerwehr konnte den Havaristen auch nicht befreien. Nach einiger Zeit konnte er sich mit eigener Kraft losmanövrieren und die Reise fortsetzen. An der Brücke entstand leichter Schaden. Ursache der Havarie war ein durch Regen angestiegener Wasserpegel. Quelle: Tim Schwabedissen


Binnenschiff bei Akersloot gesunken (16.12.11) In der Nacht zum 16.12. sank das holländische Binnenschiff „Nelly“, 816 ts (ENI-Nr.: 03021389auf dem Noordhollands-Kanal nahe der Fährstelle Akersloot nach einer Kollision mit einem anderen Binnenschiff. Das 63,45 Meter lange Schiff sackte mit Steuerbordschlagseite weg. Die Feuerwehr versuchte, es während der Nachtstunden wieder schwimmfähig zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen

Nikolausfahrt der Schiffermission

2011/12/06

Der Schifferpfarrer inmitten des Nikolaus' und dem Weihnachtsengel bei den Kollegen im Hafenbüro im Westhafen.

Mit diesen ausgewählten Fotos sei ein ganz kleiner Bildbericht vom 06. Dezember 2011 gegeben.

Bei unserer „Stammschleuse“ in Charlottenburg sagen wir gerne „Danke schön“.

Ein Nikolausgruß beim Schiffseigner der RHEINGOLD aus Hörstel.

Überall herzlich willkommen.

Blau und Rot - die Farben des Tages.

Auch bei der Mühlendammschleuse sind die Besucher gerne gesehen.

Der rbb war heute mit an Bord und hat am Abend berichtet: „Der 6. Dezember ist nicht irgendein Tag, sondern Nikolaustag. Und weil das etwas Besonderes ist, hat an diesem Tag Schiffspfarrer Fedor Pfistner eine gemeinsame Tour auf dem Wasser mit dem Nikolaus unternommen. Die Abendschau war mit der Kamera dabei.“

Und hier mit einem Click rein in den kleinen Filmbericht: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8963006

Feierabend! Nach einem anstrengenden und schönen Tag wieder zu Hause im Westhafen.

Michaela meint:

2011/12/05

Die Schifffahrt ist umweltfreundlich, wirtschaftlich und sicher.
Neben Schiene, Straße und Luft sind die Wasserstraßen ein wichtiger Verkehrsweg; ca. 25% aller im Inland beförderten Güter werden auf dem Wasser transportiert. Der Transportweg Wasserstraße verbindet Umweltbelange und wirtschaftliche Anforderungen. Große Gütermengen können mit geringem Energieaufwand befördert werden.
Kein anderes Verkehrsmittel ist in der Lage, die gleiche Transportleistung mit einem geringeren Energieverbrauch zu erbringen als ein Binnenschiff; ein LKW verbraucht fast viermal soviel Treibstoff!

Unglaublich! 36 Zentimeter?

2011/12/05
  • Worms: Rhein-Pegel bei 36 Zentimetern – aber keine Panik beim Schifffahrtsamt

    22.11.2011 05:00 Uhr – WORMS, von Susanne Müller

    Wer derzeit am Rhein spazieren geht, sieht Steine. Angeschwemmtes Holz und     Muscheln. Das ist ja nichts Besonderes. Aber die Steine und die Muscheln,     die da am Ufer liegen, sind sonst nicht zu sehen. Weil sie nämlich im     Wasser liegen und nicht am Ufer. Dann nämlich, wenn der Fluss mehr Wasser führt     als derzeit. Nur 36 Zentimeter zeigt der Pegel in diesen Tagen an, nach     Monaten ohne Regen.

    Wenn zu diesem Pegelstand die Mindestfahrrinnentiefe addiert und der     gleichwertige Wasserstand abgezogen sind, dann gibt‘s die derzeit reale     Wassertiefe: 182 Zentimeter. Was erschreckend wenig scheint, ist für Marc     Hannig, stellvertretender Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim,     nicht so besonders wie für die Spaziergänger, die nun Steine und Muscheln     in Hülle und Fülle sehen können: „Das ist nicht ungewöhnlich, denn der     Rhein ist ein frei fließender Fluss, der angewiesen ist auf Niederschläge     und Nebenflüsse, die Wasser bringen“. Im Herbst gebe es immer     Niedrigwasserzeiten, weiß Hannig, „schwankende Wasserstände sind das tägliche     Geschäft der Schiffsleute“.

    Jeder Kapitän entscheidet selbst, ob er weiter fährt

    Und die hätten zwar jetzt Probleme, weil sie ihre Schiffe zum Teil nicht     mehr ganz beladen könnten: „Ob er aber weiter fährt oder nicht,     entscheidet jeder Schiffsführer selbst“, erklärt der stellvertretende     Amtsleiter, jeder müsse schauen, wie viel er laden könne. Nur bei     Hochwasser kann die Schifffahrt „von Amts wegen“ eingestellt werden.     Denn dann könne es gefährlich werden etwa bei Strömung: „Und die     Schiffe kommen dann zum Teil nicht mehr unter Brücken durch“.

    Ähnlich wie vor zwei Jahren

    Einen ähnlich tiefen Wasserstand im Rhein habe es 2009 gegeben, so Hannig.     Damals zeigte der Pegel 36 Zentimeter an – so wie gestern. Und 2003 gab es     einen noch tieferen: Da waren es gar nur 15 Zentimeter. Schlimm seien aber     nicht die wechselnden Wasserstände mit manchmal nur noch geringen     Fahrrinnentiefen, so Hannig, „Schlimm ist es für die Schiffer in diesem     Jahr, dass sie schon zweimal weniger laden können“. Denn schon im Frühjahr     2011, so erinnert er, habe es ähnliche Wasserstände wie jetzt gegeben.weiterlesen     bei der Wormser Zeitung

TRADITION: Im Schlepptau nach Pritzerbe

2011/12/05

 08.11.11: Schifffahrtsverein rettet Finowmaßkahn vor der Verschrottung / Umbau zum Museum geplant
PRITZERBE – Das 41 Meter lange Schiff „La Paloma“ hat einen neuen Heimathafen. Gut vertäut liegt das 1927 in Oderberg als offener Finowmaßkahn gebaute Wasserfahrzeug an der Steganlage des Pritzerber Bootshafens. Es hat eine 115 Kilometer lange Flussreise vom Liegeplatz Fischerinsel mitten  in Berlin hinter sich.
Im Schleppzug ging es auf Spree und Havel stromabwärts über Ketzin, Brandenburg und Plauer See nach Pritzerbe. Gezogen wurde der antriebslose Finowmaßkahn an zwei Leinen vom blau-weißen Schlepper „Pritzerbe“ der Reederei Otto. Dessen 90-PS-Dieselmotor hatte keine Mühe, den leeren Kahn in drei Tagesetappen mit rund fünf Stundenkilometer an sein Ziel zu bringen. „Die Jogger am Teltow-Kanal waren schneller als wir“, amüsiert sich Reederei-Chef Axel Otto.
Als Schleppzugführer hatte Otto das Kommando über die mit viel Papierkram verbundene Überführung. Am Steuerrad seines immerhin 113 Jahre alten Schleppers sorgte er dafür, dass der nachfolgende Finowmaßkahn in der Spur blieb. Die Einflüsse von Wind und Strömung müssen immer       wieder ausgeglichen werden. Während Otto und sein zweiter Mann Mirko Grosse den Kahn über dessen Steven steuerten, bediente Jürgen Patzlaff als Schiffsführer das Heckruder der „La Paloma“. Patzlaff wurde unterstützt von Carsten Muschol.

Dem Quartett gelang es, den Schleppzug wohlbehalten durch die Schleusen Kleinmachnow und Brandenburg nach Pritzerbe zu bringen.
Wo einmal der endgültige Liegeplatz des Schiffes am Pritzerber Havelufer sein wird, ist noch unklar. „Wichtig ist, dass wir den Finowmaßkahn       gesichert und vor der drohenden Verschrottung gerettet haben“, sagte Mitinitiator Jürgen Patzlaff.

Hinter der aufwendig vorbereiteten Aktion steckt der Pritzerber Schifffahrtsverein 1776 e. V. Dieser erwarb den Schleppkahn vom Verein Historischer Hafen Berlin e. V. zum Freundschaftspreis. Ziel ist es, das Schiff „La Paloma“ zu einem schwimmenden Museum umzubauen. In seinen Abmaßen gleicht das Wasserfahrzeug dem letzten Finowmaßkahn „Ilse-Lucie“, der 1929 in der Pritzerber Werft von Wilhelm Paelegrimm gebaut wurde. Das Schiff kam nach dem Krieg als Reparationsleistung in die Sowjetunion.

Zu dem Bericht nach der MAZ von Frank Bürstenbinder ist nachzutragen, daß die La Paloma derzeitig bei der DIW in Spandau liegt. Es war spannend, zu beobachten, wie der lange Schiffskörper am Bug auf das Trockendock gelagert wurde …

Weitere Details sollen folgen.

Ny