Unglaublich! 36 Zentimeter?

  • Worms: Rhein-Pegel bei 36 Zentimetern – aber keine Panik beim Schifffahrtsamt

    22.11.2011 05:00 Uhr – WORMS, von Susanne Müller

    Wer derzeit am Rhein spazieren geht, sieht Steine. Angeschwemmtes Holz und     Muscheln. Das ist ja nichts Besonderes. Aber die Steine und die Muscheln,     die da am Ufer liegen, sind sonst nicht zu sehen. Weil sie nämlich im     Wasser liegen und nicht am Ufer. Dann nämlich, wenn der Fluss mehr Wasser führt     als derzeit. Nur 36 Zentimeter zeigt der Pegel in diesen Tagen an, nach     Monaten ohne Regen.

    Wenn zu diesem Pegelstand die Mindestfahrrinnentiefe addiert und der     gleichwertige Wasserstand abgezogen sind, dann gibt‘s die derzeit reale     Wassertiefe: 182 Zentimeter. Was erschreckend wenig scheint, ist für Marc     Hannig, stellvertretender Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim,     nicht so besonders wie für die Spaziergänger, die nun Steine und Muscheln     in Hülle und Fülle sehen können: „Das ist nicht ungewöhnlich, denn der     Rhein ist ein frei fließender Fluss, der angewiesen ist auf Niederschläge     und Nebenflüsse, die Wasser bringen“. Im Herbst gebe es immer     Niedrigwasserzeiten, weiß Hannig, „schwankende Wasserstände sind das tägliche     Geschäft der Schiffsleute“.

    Jeder Kapitän entscheidet selbst, ob er weiter fährt

    Und die hätten zwar jetzt Probleme, weil sie ihre Schiffe zum Teil nicht     mehr ganz beladen könnten: „Ob er aber weiter fährt oder nicht,     entscheidet jeder Schiffsführer selbst“, erklärt der stellvertretende     Amtsleiter, jeder müsse schauen, wie viel er laden könne. Nur bei     Hochwasser kann die Schifffahrt „von Amts wegen“ eingestellt werden.     Denn dann könne es gefährlich werden etwa bei Strömung: „Und die     Schiffe kommen dann zum Teil nicht mehr unter Brücken durch“.

    Ähnlich wie vor zwei Jahren

    Einen ähnlich tiefen Wasserstand im Rhein habe es 2009 gegeben, so Hannig.     Damals zeigte der Pegel 36 Zentimeter an – so wie gestern. Und 2003 gab es     einen noch tieferen: Da waren es gar nur 15 Zentimeter. Schlimm seien aber     nicht die wechselnden Wasserstände mit manchmal nur noch geringen     Fahrrinnentiefen, so Hannig, „Schlimm ist es für die Schiffer in diesem     Jahr, dass sie schon zweimal weniger laden können“. Denn schon im Frühjahr     2011, so erinnert er, habe es ähnliche Wasserstände wie jetzt gegeben.weiterlesen     bei der Wormser Zeitung

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