Archive for April 2012

Oranienburg: Eröffnung der Wassersportsaison 2012

2012/04/25

Wie auch im letzten Jahr, wird auch 2012 die Eröffnung der Wassersportsaison mit einem Fest am Oranienburger Schlosshafen gefeiert. Ein Vergnügen für die ganze Familie erwartet Sie. Zu diesem Anlass sind Rundfahrten auf der Havel, ein Bühnenprogramm, Vorträge über Fahrgebiete, ein kleines Kinderkarussell und vieles mehr geplant. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Quelle, Bild und Text:  http://www.oranienburg.de

Wir von der Binnenschiffermission sind mit unserer WICHERN ARCHENOVA  vom Freitag, den 04.05.12 an mit dabei; natürlich auch beim Gottesdienst am Samstag um 16:00 Uhr. Die Predigt wird Herr Pf. Farack halten.  Arndt Farack war Superintendent im (ehemaligen) Kirchenkreis Oranienburg. Danach findet das traditionelle Schiffscorso statt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns an Bord; seien Sie uns Willkommen geheissen.

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Meuterei auf der CAROLA

2012/04/15

(MZV) Die Wut hat sich über Monate angestaut: Der Kapitän des Museumsschiffes „Carola“, Helmut Mewes, hat am Freitag seinen Rücktritt als ehrenamtlicher Schiffsführer erklärt. Damit ist das Vorzeigeprojekt der Stadt Zehdenick erst einmal führerlos.

Tritt als Kapitän ab: Helmut Mewes.© Kreutzer

Allerdings: Ganz freiwillig kommt der Rückzug nicht, wie Bärbel Weise vom Fremdenverkehrsverein Zehdenick betonte. Bereits vor 14 Tage habe Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) dem Kapitän fristlos den Vertrag gekündigt und ihm überdies noch ein Hausverbot für das Museumsschiff erteilt. Weise bedauerte gestern, dass der Streit so sehr eskaliert ist. „Herr Mewes hat seine Arbeit gut gemacht“, sagte sie. Was konkret alles vorgefallen ist, was letztlich zur fristlosen Kündigung führte, wollte sie nicht sagen. Das sei Sache der Kommune. Die Stadtverwaltung Zehdenick war gestern Mittag nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen. Fakt ist auch, dass Mewes 270 Exponate, die er leihweise der Stadt zur Verfügung gestellt hatte, aus der Ausstellung geräumt hat. Für den 24. April habe der Bürgermeister zu einer Beratung eingeladen, wo die weiteren Schritte mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe (AG) „Schiffermuseum“ erörtert werden sollen. Der AG gehören neben der Stadt und dem Fremdenverkehrsverein noch die Aqua Zehdenick GmbH, der Schifferverein „Einigkeit“ und die A bis Z Oberflächenveredelung Zehdenick an. In einem fünfseitigen Brief hat Helmut Mewes die Gründe seines Rückzugs erklärt. Schwere Vorwürfe macht er darin vor allem dem für das Museumsschiff verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Zehdenick, Dr. Reinhard Scholtz, sowie Bärbel Weise und Gerhard Wöge vom Fremdenverkehrsverein Zehdenick. Der Verein betreibt das Museumsschiff im Auftrag der Stadt Zehdenick. Mewes beklagt den zunehmend unprofessionellen Umgang mit dem Finowmaßkahn, wodurch Schäden an den Exponaten sowie an der Schiffsausrüstung entstanden seien. Darüber hinaus habe ihm Dr. Scholtz vorschreiben wollen, wie das Schiff zu befestigen ist. Weil Scholtz jedoch nicht vom Fach ist, sei Schaden entstanden. „Er meinte zu mir, dass zwei Leinen genügen würden. Ich sagte aber, wir müssten das Schiff auf Spring festmachen. Das heißt: In Vor- und Achterschiff je eine Leine nach vorn und hinten, nur so ist das Fahrzeug sicher vertäut, sonst kann es sich losreißen.“ Doch anstatt auf den Fachmann zu hören, habe Scholz frech erklärt: „Sie müssen sich daran gewöhnen, dass das Schiff ihnen nicht mehr gehört.“ Mewes reagierte enttäuscht: „Ich war erschlagen, als ich das hörte.“ Dabei müsse doch jedem klar gewesen sein, dass der, der das Schiff fährt, auch verantwortlich ist für das richtige Festmachen und eben nicht der Eigentümer. Da sein Einwand ignoriert worden sei, kam es wie es kommen musste: „Eine Leine scheuerte durch, das Fahrzeug schlug quer und das Backbordruder wurde dadurch verbogen.“ Mewes fühlte sich zunehmend gedemütigt und in seiner Würde verletzt: „Ich war kein Fachmann mehr, sondern ein Lehrling und die Betreiber die Experten. Und jeder machte so, wie er dachte. Es war eine schlechte Zusammenarbeit.“ Des Öfteren kam es zum Streit zwischen den beiden Männern, in dessen Verlauf beide ordentlich in Rage gerieten. Dabei habe Dr. Scholtz Mewes einmal als „Idiot“ bezeichnet.

Quelle: MOZ/13.04.2012

Ein Foto aus besseren Zeiten: Die CAROLA bei der Laga Oranienburg

 

• 4 Schiffe tragen meinen Namen

2012/04/03
  •  07.03.2012
    Binnenschifffahrt Hilde Meyer erinnert sich an Zeit als Matrosin ihres Mannes
  • Mindestens einmal am Tag steht Hilde Meyer an der Kaje. Dann erinnert sich die gebürtige Bernerin an ihre Fahrenszeit als Matrosin auf dem Binnenschiff ihres Mannes.In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ging die erste HILDE“ auf große Fahrt. Die Kinder der Bernerin waren oft mit an Bord.Foto: Jan Lehmann

    Berne – Mindestens einmal am Tag geht Hilde Meyer (82) an die Elsflether Kaje und lässt sich den Wind um die Nase wehen. Dann erinnert sie sich an ihre Fahrenszeit, den arbeitsreichsten, aber auch spannendsten Abschnitt in ihrem Leben.

    Dabei war die Binnenschifffahrt der gebürtigen Bernerin keineswegs in die Wiege gelegt. Ihre Eltern betrieben eine Klempnerei am Breithof. Auch ihr inzwischen verstorbener Mann, der Schiffszimmermann Heinz Meyer, hatte nur mittelbar mit Schiffen zu tun – bis er sich als Angestellter der Bremer Vulkan-Werft anfangs der 50er Jahre in eine alte Barkasse verguckte. Kurz     nachdem er seine Hilde, geborene Lange, geheiratet hatte und mit ihr nach Ranzenbüttel gezogen war, kaufte er den Kahn, der fahruntüchtig hinterm Warflether Deich lag.

    Aber mit der Hilfe von Verwandten wurde aus der Barkasse bald ein flottes Fahrgastschiff mit Namen „HILDE“. An Wochenenden und Feiertagen liefen die Meyers mit bis zu 30 Ausflüglern oft zu Fahrten nach Bremerhaven,  Worpswede oder ins Bremer Umland aus. Wie viel so eine Tour kostete, weiß Hilde Meyer heute nicht mehr so genau. „Vielleicht so zwei Mark“, schätzt sie.

    Schiffskauf in Holland

    Den endgültigen Schritt in die Selbstständigkeit wagte Heinz Meyer Mitte der 50er Jahre, als er in Rotterdam ein kleines Binnenschiff kaufte. Genau untersucht hatte er das Fahrzeug nicht, was sich später rächen sollte. Erst kurz vor dem Ablegen erfuhr Meyer, dass das Ruder Richtungsverkehrt arbeitete. „Mein Mann musste dreimal vor der Schleuse manövrieren, bevor er sicher fahren konnte.“

    Matrosin Hilde war nie am Steuer. Während ihr Mann das Schiff Tag und Nacht fuhr, erledigte sie alle anderen Arbeiten an und unter Deck. So musste alle zwei Stunden Kraftstoff gepumpt werden, sonst fiel der Motor aus. Oft waren die Meyers mit Kohlefracht zwischen dem Ruhrgebiet und der Wesermarsch unterwegs. Manchmal nahmen sie die Kinder Rita und Anke mit.

  • Auf dem Mittellandkanal passierte es einmal, dass die „Hilde“ von Schleppern angeblinkt wurde. Hilde hatte nach der Reinigung und Befüllung der Fahrtlaternen versehentlich die Lichter für „Schleppverband“ gesetzt.Dann passierte das Unglück, dass der „HILDE“ den Todesstoß gab. Das mit Langeisen beladene Schiff hatte nach einem Ausweichmanöver kurz vor Stolzenau Grundberührung; das Schiff soff im Stolzenauer Hafen ab.

    Drei Tage und drei Nächte bekam der Kapitän keinen Schlaf. Nachdem die Feuerwehr das Fahrzeug gelenzt hatte, flickte er sein Fahrzeug von innen mit einer großen Specksaite und von außen mit dem Lecksegel.

    Quelle:NWZonline