Archive for Dezember 2012

Ein segensvolles Jahr 2013 …

2012/12/30

… wünschen wir allen Besucherinnen und Besuchern unser Heimatseite,

Festmachen

mit der Jahreslosung aus Hebr. 13,14:

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftge suchen wir.

Auf Wiedersehen, am 06. Januar um 15:00 Uhr und/oder auch später im Laufe des neuen Jahres.

Gute Grüsse aus dem Westhafen

Der Vorstand

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Gesegnetes Christfest

2012/12/21

KrippeAllen Besucherinnen und Besucher dieser Seite wird mit diesem Foto einer Weihnachtskrippe ein gesegnetes Christfest gewünscht.

Nach dem Christfest feiern wir zu Epiphanias, also am Sonntag, den 06. Januar 2013 um 15:00 Uhr in unserer Hafenkirche im Westhafen Gottesdienst – vielleicht mit Ihnen zusammen?

Auf Wiedersehen.

Der „Seebärliner“ in Königsberg

2012/12/18

Unser Vorstandsmitglied hat auch „andere Seiten“ (in der Märkischen Allgemeinen vom 20.11.12 geblättert):

Christian Roensch, Chief Engineer auf der „Bahia Blanca“, erzählte den CVJM-Kindern aus seinem Leben

KÖNIGSBERG -Jeden Donnerstag trifft sich im Vereinshaus in Königsberg die örtliche Kindergruppe des Christlichen Vereins Junger Menschen in Blandikow, Liebenthal und Papenbruch (CVJM Blip) zu gemeinsamen Nachmittagen. Immer gibt es Geschichten, Lieder, Spiel und Spaß. Doch die jüngste Stunde wird wohl besonders in Erinnerung bleiben: Ein richtiger Seemann war zu Gast – Christian Roensch, Chief Engineer auf der „Bahia Blanca“. Dazu hatten sich die Kinder rechtzeitig weitere Zuhörer aus dem Dorf eingeladen, und so saßen Senioren und einige Mütter mit an den mit Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und Getränken liebevoll gedeckten Tischen. Klaus Raschkowski, seit einigen Wochen neuer Vorsitzender des CVJM Blip, imitierte zu Anfang mit seinem Horn ein Schiffssignal als Startzeichen. Mit Liedern und einer Seefahrts-Geschichte wurden die Zuhörer von den Kindern und CVJM-Mitarbeiterin Ute Voß begrüßt, die auch durch die Nachmittagsveranstaltung führte. Höhepunkt war jedoch der Lichtbildervortrag von Seefahrer Christian Roensch. In spannender Art und Weise erzählte der hagere Seemann aus seiner Biographie und gab auch einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Seefahrers. Da auch Anfragen möglich waren, bekam sein Vortrag zum Ende hin noch eine sehr individuelle Note. Trotz der Anwesenheit einer noch recht jungen Zuhörerschaft herrschte durchgehend bis zum Vortragsende eine konzentrierte Stille. Der „Seebärliner“, wie er sich selbst nennt, verstand auch mit biographischen Details seine Zuhörer zu fesseln.

Begonnen hatte die Leidenschaft für die Seefahrt für den siebenjährigen Christian ganz harmlos und im Spiel. Zunächst waren es Schiffchenspiele in der Wassertonne auf dem Gartengrundstück, und dann war da das Segelboot, mit dem die Berliner Familie am Wochenende im Sommer vom Wannsee aus nach Nikolskoe tuckerte. Bei diesem Segelboot mit dem Namen „Seehund“ handelte es sich um ein ehemaliges umgebautes Strandrettungsboot von der Ostsee. Durch den mächtigen Kiel und den Mast mit seiner Gaffeltakelung und dem Klüverbaum war das neun Meter lange und zweieinhalb Meter breite Boot drei Tonnen schwer geworden und ließ sich erst ab Windstärke fünf aufwärts richtig segeln. Deswegen wurde es überwiegend von seinem kräftigen Motor angetrieben. Samstags im Sommer ging es regelmäßig nach Nikolskoe, und unterhalb der dortigen Kirche St. Peter und Paul und dem daneben liegenden Gasthaus wurde geankert, um bis zum Sonntagnachmittag die Ruhe zu genießen. Auch nachdem der Vater 1961 gestorben war, setzte die Mutter allein mit Christian und seiner älteren Schwester diese Segelboottouren fort. Die Familie war so durch Kanu-Ruder und Segelbootsport mit dem Wasser verbunden. Und weil das nicht genug war, ging es in den großen Ferien für drei Wochen an die ostfriesische Nordseeinsel Borkum. Von dort aus konnte man auch die großen Frachtschiffe bei ihrer Fahrt von oder nach Emden beobachten.

Ansonsten ließ Christian Roensch dort am Strand sein Modellsegelboot schwimmen und beobachtete mit Hingabe, wie es im Wind gegen die Wellen ankämpfte. Wenn ihn damals jemand fragte, was er später einmal werden wollte, war seine Antwort: „Bootsbauer“.

Später wurde aus dem Bootsbauer der Schiffsbauer. Doch nach Abschluss der Realschule, während eines Maschinenbaupraktikums, kamen ihm Zweifel, ob ihm das Planen und Berechnen im Schiffsbau wirklich die erhoffte Freude bereiten würden. Es war der Ratschlag seiner Schwester, „selbst auf Schiffen zu fahren“, der bei ihm den Ausschlag gab, Schiffsingenieur zu werden. 1974 heuerte er in Vorbereitung auf das spätere Studium als Ingenieursassistent auf dem Motorschiff „Cap San Antonio“ an. Hier lernte er den technischen Schiffsbetrieb erstmals kennen und lieben. Zehn Jahre später, 1984, fuhr er bereits als dritter Offizier zur See. 1996 erfolgte die Patenterweiterung. Fortan konnte er auch Leitender Ingenieur auf Schiffen sein, so genannter „Chief“. Heute ist er Schiffsbetriebstechniker. In seinem Heuervertrag steht Chief Engineer. Die augenblickliche Hauptmaschine auf dem Containerschiff „Bahia Blanca“ von der Hamburg-Süd hat eine Leistung von 26 160 KW (35 578 PS). So ist aus dem Berliner Jungen der „Seebärliner“ geworden – und das seit nunmehr 38 Jahren. Die Schiffslinie bei seinen Dienstfahrten befindet sich auf der Südseite unseres Planeten (Karibik, Israel), von wo mit einem Containerschiff Waren geholt werden. Der Arbeitsplatz von Christian Roensch ist der Maschinenraum des Schiffes.

Noch eine andere Seite des weltläufigen Gastes kam an diesem Nachmittag zur Sprache: Christian Roensch ist auch engagierter Christ. Als der Berliner Theologe Friedrich Wilhelm Esche 1999 die Arbeitsgemeinschaft Gemeindeaufbau (AGA) gründete, erhielt auch Christian Roensch von ihm Post mit der Bitte mitzuwirken. Da er zur See fuhr, blieb ihm zunächst nur die Möglichkeit zahlendes Mitglied zu werden. Er nennt diese Anfangszeit spaßhaft die der „zahlenden Karteileiche“. Friedrich Wilhelm Esche war für Familie Roensch lange Zeit der Familienpastor gewesen, der regelmäßig ein oder zweimal im Jahr vorbeischaute. Er konfirmierte die Kinder, taufte später die Neffen und bewegte Christian Roensch, sich für Theologie und Kirchengeschichte zu interessieren sowie einen Lektorenkurs zu besuchen, um einmal Predigtgottesdienste halten zu können. Durch seine dienstlich bedingte Abwesenheit dauerte es bis zur Aushändigung des Lektoren-Zertifikates 2005. Noch immer bestand der Kontakt zu Esche, dem auch die Vermittlung des nunmehrigen Lektoren Christian Roensch zu Gottesdiensten in die Ostprignitz zu verdanken war. Gern sagte Christian zu, obwohl dieser zu dem Zeitpunkt gar nicht wusste, wo sich die Ostprignitz und die erwähnten Dörfer des Pfarrbereichs Papenbruch befanden. Weihnachten 2004 begann erstmals der Lektorendienst des „Seebärliners“ in der Ostprignitz und dauert bis zum heutigen Zeitpunkt an. Mit der Bahn und dem Fahrrad wird von ihm in regelmäßigen Abständen die Strecke zurückgelegt. Jedesmal genießt er bei seinem Hiersein die Weite der Landschaft und die Gastfreundschaft der Menschen in den jeweiligen Dörfern. Viele Kirchengemeinden hat er dadurch schon kennenlernen können: Rossow, Papenbruch, Bork, Christdorf, Teetz, Jabel, Liebenthal, Blandikow, Fretzdorf und natürlich auch Königsberg. Der Nachmittag in der dortigen CVJM-Gruppenstunde war für Christian Roensch auch eine Vorbereitung auf den Heiligen Abend, an dem er den Gottesdienst in Königsberg halten wird. Natürlich wollte der Lektor und Orgelspieler Roensch vor seinem Weihnachtseinsatz auch die Königsberger Orgel kennenlernen. Ute Voß bedankte sich am Schluss der Veranstaltung beim Gast im Namen der Anwesenden mit einigen im Vorfeld hergestellten Basteleien der Königsberger Kinder.

Inzwischen ist ein Dankesbrief von Christian Roensch eingetroffen, indem er an die Kinder schreibt: „Für die tollen Geschenke möchte ich Euch auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön übermitteln. Ganz toll fand und finde ich dabei den Weihnachtsstern, den Ihr aus zwölf Faltbooten gebastelt habt. Der hängt jetzt bei mir an einem Kerzenkranz von der Zimmerdecke. Der Kalender als Mobile ziert mein Schlafzimmerfenster, und die dicke Kerze hat ihren Platz in einem Kerzenglas auf dem Klavier gefunden, wo sie bald – im Advent – ihr Licht im Wohnzimmer verbreiten wird. Und dann ist da noch die Karte mit all Euren Unterschriften und dem Adventskalender auf der Vorderseite. Diese Karte steht bei mir am Fenster. Dicht dahinter steht mein Schreibtisch im Zimmer, so dass ich immer auf diesen Kalender schaue, wenn ich zugleich aus dem Fenster sehen möchte … Vielleicht sehen wir uns wieder am Heiligabend zum Gottesdienst in der schönen Kirche von Königsberg oder in Fretzdorf. Ahoi und tschüs, Euer Seebärliner.“ (Von Margitta Schirge)

Nikolaustag 2012

2012/12/07

Unsere Nikolausaktion wurde mit einer Andacht in der Hafenkirche abgeschlossen; hier Teil II der Bildauswahl:

HafenTurm

Der Westhafen im Winterschmuck.

VorbereitungVorbereitungen zur Andacht.

PredigerIDer Prediger ist längst vorbereitet …

Organist… der Organist auch.

ÜberraschungNach der Andacht – die Überraschung.

MinnhaarSingen macht Freude. Wer singt –  betet zweimal.

ÜberraschungHorstDer Schiffsführer freut sich ebenso.

EndegutAllesgutEnde gut – alles gut.

Nikolausaktion 2012

2012/12/06

GOTTES WORT AN BORD – auch 2012 wieder das Motto unserer Nikolausbesuchsaktion. Nachstehend der erste Teil mit einer Bildauswahl auf der Spandauer Havel:

P1070903Mit dem Tannenbaum unter dem Schifferkreuz vorneweg –

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– so sehen die besuchten Schiffer die WICHERN ARCHENOVA auf sie zukommen.

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Überraschung auf dem MS MICHAEL aus Zehdenick.

P1070872Gespräch mit dem Schifferpastor.

P1070879Und in „unserer“ Tankstelle sind wir auch wieder gerne gesehen. Übrigens, die freundliche Dame war „früher“ ein Engel, eine Gehilfin des Nikolauses; sie half beim Verpacken unzähliger Präsente.

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Die Männer vom Tankschiff werden natürlich nicht vergessen.

P1070899Verwunderung beim „Wachkater“

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P1070893Gebrauchsspuren auf der 101 Jahre alten VINETA. Das Schiff ist mit dieser Jahreszahl allerdings doch noch wesentlich jünger als unser Verein.

P1070890Mit Dank werden wir verabschiedet; bei dem polnischen BIZON 082 übrigens mit einem lauten, fröhlichen Halleluja.

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Immer wieder ein kurzes Gespräch über das harte Leben mit einem 16-Stunden-Tag.

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Auf der HEITERKEIT wird Zukunft geplant. Unser Schifferpfarrer freut sich schon auf die Möglichkeit, hier an Bord eine Trauung durchführen zu können. Sicherlich erst ab Mai?!

Es war ein erlebnisreicher Tag – auf beiden Seiten.

Dischingerbrücke

Eine gesegnete Zeit Euch allen, auch den nicht angetroffenen Schiffern.