Archive for Januar 2013

Besuch in der Schifferkirche

2013/01/25

Heute – 25. Januar – hatten wir Besuch in der Schifferkirche. UNIVER~1Von der Universität Potsdam, konkret von der Philosophische Fakultät und noch konkreter: vom Institut für Künste und Medien waren 15 Studierende unter Leitung der rührigen Dozentin Stella Cristofolini bei uns. Im Rahmen des Moduls „Container. Kultur- und Mediengeschichte einer Box“ besuchten sie den Westhafen und damit die Schifferkirche.

Der Container gilt als Symbol der Globalisierung, er hat den Welthandel radikalisiert. Seit seiner Erfindung vor über 50 Jahren wird ALLES in Containern transportiert- Lebensmittel, Flüssigkeiten, Kleidung, Baumaterialien, Spielzeug, Möbel, Toxisches, technische Geräte, Waffen und manchmal auch Menschen.
Abgeriegelte Containerhäfen außerhalb der Stadt ersetzen ursprüngliche Häfen, in ihnen wirken statt Menschen computergesteuerte Kräne und Fahrzeuge. Auch die Arbeit auf See hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert.
Container finden sich überall. Als Baumodule in der Architektur, im Theater, in der Kunst, als temporäre Bauten auf Messen, Festivals und Baustellen, als Kiosk, Museumsshop oder Asylbewerberheim.
Container stehen für ein bestimmtes Ordnungssystem, für ein Organisationsprinzip. Hat die Box unser Denken verändert? (Aus den Lehrunterlagen der Projektgruppe)

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Wir tauschten uns aus über die Historie der Schifferbranche in Berlin und Brandenburg, hörten vom aus Antwerpen stammende Stadtmissionar Voskamp der 1877 bereits an der Möckernbrücke Besuchsdienste an Bord an machte.

Und das am 25.06.1900  die »Vereinigung zur kirchlichen Fürsorge für die Fluß- und Kanalschiffer« gegründet wurde.

Im Januar 1902 nahm als erster Schiffermissionar – ein ehemaliger Steuermann – seine Arbeit auf; er fuhr von Schiff zu Schiff und schon im Dezember des gleichen Jahres wurde der erste Schifferpfarrer benannt: Pastor Wilhelm Krause. Am 13.11.1904 erfolgte die Einweihung des Kirchenschiffes in Gegenwart der Kaiserin Auguste Victoria.

Ab 1918 war Pastor Friedrich Lindenmeyer  – „der mit der langen Nase!“ – unser langjähriger Schifferpastor (bis 1950). Berichtet wurde auch über die Jungfernfahrt am 4. April 1999 der neuen WICHERN ARCHENOVA. Kreuz und Anker sind die Kennzeichnen des Kirchenbootes bis heute.

Nach  Pastor Walter Krüger und Pfarrer Werner Schoch wirkt ab dem 01.01.1995 Pfarrer Fjedor Pfistner als Schifferpfarrer.

Seit 2010 ist die Hafenkirche auf dem BEHALA-Gelände (am ehemaligen Getreidespeicher). Der langjährige Vorsitzende Dr. Karl-Heinz Wattenberg wurde 2010 zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Die Angebote der Binnenschifferseelsorge berücksichtigen die besonderen Arbeitsbedingungen in der Binnenschifffahrt. Zum weiteren Aufgabengebiet zählen die Angebote für Sportschiffer der Region.

Der Rückblick auf die Zeit ohne Container – auf die Zeit der schweren körperlichen Handarbeit – wurde durch anschauliche Berichte des Schifferehepaars Horst und Gisela Helm verdeutlicht.

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Die Wintersonne strahlte ins Kircheninnere und auf die verschneite WICHERN ARCHENOVA.

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P1080249Der Westhafen im  – vermeintlichen – Winterschlaf, der keiner ist …

P1080247… auch wenn es so aussieht.

Unser Verein bedankt sich für das Interresse der jungen Leute und hofft, daß nach Abschluß ihres „Container-Projektes“ eine Fortsetzung, ein Wiedersehen – vielleicht beim 32. Sportschiffer-Gottesdienst in der Havelbucht vor der „Heilandskirche am Port“ zu Potsdam – Sacrow am Sonnabend, dem 21. September 2013 um 14.30 Uhr – möglich ist.

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Epiphaniastreffen in der Hafenkirche

2013/01/06

Sonntag 06. Januar 2013 – Hafenblicke

02 Berlin-Westhafen (1)-1000

02 Berlin-Westhafen (3)-1000

03 Treffen bei der Binnenschiffer-Gemeinde zu Epiphanias (5)-1000

Aus unserem Büro gesehen.

03 Treffen bei der Binnenschiffer-Gemeinde zu Epiphanias (2)-1000

Unser kranker Schifferpfarrer darf sich auch mal ruhig verhalten.

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Andacht beim Gottesdienst.

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Noch steht er – der Weihnachtsbaum.

03 Treffen bei der Binnenschiffer-Gemeinde zu Epiphanias (6)-1000

Umbau nach dem Gottesdienst.

P1080198Der Samowar ist in Betrieb – zur Freude aller Gemeindeglieder.

Fotos: Roensch/Ney