Archive for März 2013

Karfreitag

2013/03/29

Karfreitag

Andrea de Castagno: Jesus am Kreuz

um 1450, National Gallery London

 

Advertisements

Mehr Güter über Wasserweg in Brandenburg angelandet

2013/03/12

Dischingerbrücke

Unter der Dischingerbrücke in Spandau           Foto: Schifferkirche

Potsdam – In Brandenburgs Binnenhäfen und Umschlagstellen sind im vergangenen Jahr vier Millionen Tonnen Güter angelandet oder umgeschlagen worden. Wie das Statistikamt am Montag in Potsdam mitteilte, sind das 57 000 Tonnen mehr als 2011. Zumeist wurden Kohle, Erdöl und Erdgas über den Wasserweg umgeschlagen. Mit großem Abstand folgen landwirtschaftliche Erzeugnisse, Sekundärrohstoffe sowie Erze, Steine und Erden.

An erster Stelle steht der Warenaustausch zu 76 Prozent mit anderen Bundesländern. Mit großem Abstand folgt der Warenaustausch über EU-Grenzen hinweg. Hier wurden 2012 rund 671 000 Tonnen umgeschlagen.

Quelle: dpa/Die Welt, 12.03.13

03.03.2013 – Sonntag der Seefahrt

2013/03/03

Aus der Predigt am 03. März 2008 in Cuxhaven von Seemannsdiakon Jan Oltmanns:

Liebe Gemeinde!

Ich habe Dich einen kleinen Augenblick verlassen – wie relativ ist doch die Zeit, wie unterschiedlich bei Gott und uns Menschen – Ein Augenblick Gottes kann ganz schön lang sein. Gestern und auch heute Nacht haben sich sicher viele Seeleute von Gott verlassen gefühlt. Noch wissen wir nicht im einzelnen wie viele Menschen durch diesen Sturm zu Schaden gekommen sind. Aber ich glaube ganz sicher hat dieser Sturm wieder etliche Seeleute – beten gelehrt. Habe Erbarmen Gott!
Aber es sind nicht allein die Unwetter – man kann sich auch gottverlassen einsam fühlen im ganz normalen Bordalltag – bei bis zu 12 Monatsverträgen. …  Auf die Frage, warum sie zur Seemannsmission gehen, sagte beispielsweise ein brasilianischer Seemann einer Reporterin: „Auf dem Schiff sind wir zu reinen Maschinenbedienern geworden. Da haben wir das Gefühl zu schrumpfen. Bei der Seemannsmission werden wir als Menschen wahrgenommen, da können wir wieder wachsen.“ Die Seeleute sind ganz unterschiedlich im Alter, sie kommen aus allen Teilen der Erde, haben verschiedene Hautfarben, sprechen unterschiedliche Sprachen und natürlich haben die Seeleute auch unterschiedliche Religionen, – wir sind dafür offen. Wir beziehen unsere Kräfte aus dem Evangelium und wir verlassen uns auf die Zusage, das wir geliebte Kinder Gottes sind!
… Alle hörten zu, lauschten dem was sich am anderen Ende der Leitung ereignet hatte. Sie selbst haben nichts zu erzählen, der Alltag an Bord ist zu eintönig und von den gefährlichen Situationen die man erlebt hat zu sprechen, würde den Liebsten nur Angst machen. Und trotzdem diese Stunde am Telefon ist Seelsorge im allerbesten Sinn. Das Glück hängt am Lebendigen. …
Stille gibt es an Bord von Schiffen nie! Darum ist sie an sich schon für Seeleute kostbar. Aber es ist noch etwas, was uns diesen Raum einrichten ließ: Dieser Andachtsraum der Seemannsmission ist entstanden aus dem Bedürfnis sehr unterschiedlicher Menschen, etwas einzurichten, wo Seeleute aus aller Welt ihrem Gott nahe kommen können. Eingerichtet aus Liebe zu den Menschen und aus einem tief empfundenen Gefühl von Achtung vor dem Anderssein von Mitmenschen. Eingerichtet auch um einem Missverständnis vorzubeugen, welches all zu oft in der Vergangenheit und auch bis heute noch, zu Leid und Elend auf dieser Welt führt, dem Missverständnis, alles wäre gut, wenn nur alle Menschen gleich wären. Menschen sind unterschiedlich, jede und jeder ist einzigartig – ein Unikat. Bei uns soll jeder so sein können wie er ist, denn Mission bedeutet für uns nicht, aus allen Seeleuten (auf Teufel komm raus) Christen machen zu wollen.

… In unserer Vielfältigkeit liegen Kräfte und Chancen, wenn wir doch endlich aufhören würden, sie im Geiste von Gleichmacherei überwinden zu wollen. Dieser Raum hier bietet Platz für ein Nebeneinander, in der Hoffnung auf ein Miteinander und in Ablehnung des Gegeneinander. Seeleute sitzen tatsächlich „im selben Boot“ und von ihnen haben besonders wir Mitarbeiter der Seemannsmission gelernt, wer ankommen will, wer gemeinsam Stürme überstehen muss, betont besser das Verbindende und versucht Trennendes zu überwinden, dann erreicht man gemeinsam den fernsten Hafen.

… Der Gott der ganzen Erde, der größer ist als all unsere Vernunft und unsere Sinne das fassen können, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus unserm Bruder Amen