Schiffahrt sucht nach neuen Wegen

Kalkar/30.09.15
Die Fachmesse für Binnenschifffahrt öffnete zum zweiten Mal ihre Pforten – dieses Jahr setzen die Veranstalter auf innovative und umweltfreundliche Trends.

Deutschland lässt seine Binnenschiffer im Regen stehen.

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Partikular Rolf Bach, Foto 2015 Schiffe.de

Rolf Bach, Vertreter des Branchenverbandes MSG, sagte gestern auf einer Fachmesse in Kalkar, dass sich Deutschland vor fortschrittlichen Lösungen in der Binnenschifffahrt sträube. Wenn es darum gehe innovative Techniken im Schiffsbau zu fördern, sei man oft auf sich alleine gestellt. In den Niederlanden würden die Binnenschiffer vom Staat viel stärker unterstützt, so Bach. Hier werde auch mehr Forschung und Entwicklung betrieben. Dementsprechend sei die deutsche Binnenschifffahrt auf vielen Feldern rückständig. Rolf Bach hat gestern einen Innovationspreis in Kalkar überreicht bekommen. Er hat sein viermotoriges Binnenschiff umgerüstet und damit enorme Mengen Diesel-Kraftstoff eingespart bei gleichzeitig höherer Ladungslast. Sein Schiff verbraucht nun 100 000 Liter Diesel weniger, das sind 20 Prozent seines Kraftstoffverbrauches.

Im Kongresszentrum Wunderland startete die Fachmesse ‘Shipping, Technics, Logistics’ (STL). Hier werden die neuesten Trends und Entwicklungen in der Branche vorgestellt. So bewertete Dirk Sobotka von der Reederei A-Rosa Flusskreuzfahrten die gegenwärtige Situation in seiner umstrittenen Branche. Er beklagte: „In den wirtschaftlichen Lobbys und politischen Förderprojekten geht es immer nur um die Verringerung von Abgaswerten und nicht um andere Möglichkeiten der Energieeinsparung“. Auf den Kreuzfahrtschiffen seines Unternehmens arbeitet er als Direktor für strategische Entwicklung etwa an einem intelligenten Beleuchtungskonzept. „Durch die Umstellung von Halogen auf LED gelang es uns 30 Kilowatt einzusparen.“, berichtete der Diplomingenieur.Durch die abwechslungsreiche Diskussion, die im Anschluss an drei Präsentationen aus der Schifffahrtspraxis stattfand, führten die Vertreter der beiden großen Fachzeitschriften „Binnenschifffahrt“ und „Schifffahrt und Technik“. Hans-Wilhelm Dünner, der Herausgeber von „Schifffahrt und Technik“, freute sich über die gute Annahme der Workshops, die im Umfeld der Fachmesse angeboten wurden. „Rund 100 Branchenvertreter haben sich für das Programm, das eine Symbiose aus Messe und Konferenz darstelle, angemeldet“, sagte er im NRZ-Gespräch. Als besonders positiv stellte er heraus, dass nach über 14 Jahren mit der Messe Kalkar ein einzigartiger Standort für das Thema Binnenschifffahrt gefunden werden konnte. Hingegen versteht Staats die Messe als Präsentationsplattform einer Branche, die auf 7 500 Kilometern Wasserstraße Leistungsfähigkeit demonstriere.

Dominik Achtermeier

Schifffahrt sucht nach neuen Wegen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/schifffahrt-sucht-nach-neuen-wegen-id11140552.html#plx1536523219

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